17. Juni 2020, 11:00 Uhr

Marburg

»Klimaneutral bis 2030« weiter im Fokus

Klimaneutral bis 2030: Der Plan der Stadtverordnetenversammlung für Marburg liegt auf dem Tisch - mit mehr als 100 Maßnahmen und Gesamtkosten von rund 130 Millionen Euro.
17. Juni 2020, 11:00 Uhr
Der Klima-Aktionsplan 2030 nimmt Gestalt an. Foto: Birgit Heimrich/Stadt Marburg

Der Magistrat hat den Marburger Klima-Aktionsplan 2030 angenommen, Bau- und Umweltausschuss tagen nun darüber. Dann liegt er im Stadtparlament zur Abstimmung. Dann kann der Klimaschutz-Marathon, wie Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies sagt, losgehen. Er ist laut Spies eine Gemeinschaftsaufgabe für die ganze Stadt: »Aus über 500 Vorschlägen, Anregungen und Hinweisen ist ein umfangreiches Paket geworden mit einer Vielzahl konkreter Maßnahmen«, berichtete er.

Klimaplan in Handlungsfelder unterteilt

Monatelang haben mehrere Arbeitsgruppen an dem Plan gearbeitet. Dabei wurden die Vorschläge geprüft, gebündelt und zu Maßnahme-Paketen zusammengefasst. Der Plan ist unterteilt in vier große Handlungsfelder, ausgestattet mit jeweiligen Ober- und Unterzielen sowie konkreten Maßnahmen zur Umsetzung. Die Handlungsfelder sind überschrieben mit »Klimaneutrale, lokale Energieerzeugung«, »Klimaneutral und sozialverträglich bauen und modernisieren«, »Klimaneutrale Mobilität«, »Unterstützung für die Stadtgesellschaft« sowie »Klimaneutrale Flächennutzung«.

Die größten Potenziale, um klimaschädliche Emissionen einzusparen, lägen nach wie vor in der energetischen Sanierung von Gebäuden, im Ausbau von erneuerbaren Energien, in der Energieeffizienz und im Energiesparen sowie im klimafreundlichen Verkehr, zählten Oberbürgermeister Spies sowie Bürgermeister und Klimaschutzdezernent Wieland Stötzel auf. Ein Schwerpunkt im Klima-Aktionsplan 2030 ist daher auch weiterhin die energetische Sanierung - inklusive der Liegenschaften der Stadtverwaltung und der GeWoBau. Um das große Ziel der Klimaneutralität bis 2030 zu schaffen, müssen aber viele weitere Akteure mitziehen: jeder Einzelne vor Ort ebenso wie Bund und Land, auf deren Entscheidungen und Unterstützung für die Kommunen es genauso ankommt.

Auch die Stadtwerke Marburg haben eine zentrale Rolle beim Ausbau von Fernwärme und Solarenergie sowie im Verkehrssektor - unter anderem mit der Elektrifizierung des Stadtbusverkehrs. Dazu soll mit mehr ÖPNV sowie dem Ausbau des Fahrrad- und Fußverkehrs der motorisierte Individualverkehr reduziert werden. Als erste konkrete Maßnahmen sind beispielsweise weitere Fahrradstraßen und Schutzstreifen sowie eine Radschnellverbindung östlich der Lahn geplant. Ein weiterer Fokus sind klimaneutrale und klimafreundliche Antriebe im Verkehrsbereich.

Breite Beteiligung der Bevölkerung

Der Klima-Aktionsplan 2030 sei kein abgeschlossenes Werk, sondern müsse in den kommenden Jahren kontinuierlich überprüft und angepasst werden, sagte Spies. »Dies wollen wir auch weiterhin unter breiter Beteiligung der Bevölkerung, aller engagierten Menschen, von Wirtschaft und Wissenschaft tun. Ein langer Atem ist in jedem Fall wichtig.«

Der Aktionsplan ist auf der Website der Stadt Marburg unter www.marburg.de abrufbar.

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