02. November 2018, 11:00 Uhr

Pohlheim

Dürre war Thema beim Kreiserntedankfest

Schwedisch-schottisch eröffneten die acht Tanzpaare der Tanzgruppe der Gießener Landjugend das erstmals in der Kulturellen Mitte in Holzheim durchgeführte Kreiserntedankfest.
02. November 2018, 11:00 Uhr
Die Tanzgruppe der Landjugend Gießen führte den Bändertanz vor. Foto: Berger

Zur Traditionsveranstaltung hatte die Landjugend Gießen mit Unterstützung aller landwirtschaftlichen Organisationen, wie dem Kreisbauernverband, dem Bezirkslandfrauenverein Gießen, der Landseniorenvereinigung Gießen/Wetzlar/Dill, den Vereinen landwirtschaftlicher Fachschulabsolventen Gießen und Grünberg sowie dem Junglandwirtestammtisch Gießen/Lahn-Dill/Wetterau, eingeladen.

Viele Tänze im Programm

Im Verlauf des Programms, durch das Christian Lind und Thomas Fay führten, waren noch weitere Tänze, wie der beliebte »Bänderbaum«, »Hamburger Kontra« und »Glazendans« sowie zum Ausklang die Sternpolka, zu sehen. Optischer Blickfang war die große Erntekrone an der Decke über dem durch den Abend geleiteten Duo »Harald und Maik«.

Im Mittelpunkt standen neben den Tanzdarbietungen auch Ehrungen und ein Erntefazit von Kreislandwirt Manfred Paul (Villingen). Erstmals begrüßte der neue Landjugend-Vorsitzende Maximilian Becker (Muschenheim) die gut 200 Besucher, darunter zahlreiche politische Vertreter sowie die Hessische Milchkönigin Laura I. und die Muschenheimer Naturschutzkönigin Nora I. Wie Becker ausführte, seien die neuen, gut ausgebildeten, sozial verantwortlichen, technisch versierten und anspruchsvollen Millennium-Landwirte eher Manager. »Wir werden die betrieblichen Herausforderungen, die etwa der Klimawandel mit sich bringt, meistern, jeder auf seine Art. Für akzeptable und vernünftige Rahmenbedingungen muss allerdings die Politik sorgen.«

Trockenheit bedrohlich

Wie Paul, Vorsitzender des Kreisbauernverbands Gießen/Wetzlar/Dill, in seinem Ernte-rückblick ausführte, habe die Dürre in diesem Jahr bei vielen Landwirtsfamilien für teilweise existenzbedrohende Zustände gesorgt. »Vielerorts konnte vom Grünland nur der erste Schnitt eingebracht werden, der zweite und dritte Schnitt fielen teilweise komplett aus. Infolgedessen verfüttern die Milchviehhalter bereits ihre Wintervorräte und müssen Futter zu hohen Preisen zukaufen. Viele Landwirte helfen sich untereinander, bundesweit werden Futterbörsen organisiert.«

Kreisvorsitzender Michael Wagner (Dorf-Güll) vom Kreisverband Gießen für Obstbau, Garten und Landschaftspflege, warb für die von seinem Kreisverband organisierte Tombola, deren Erlös der Landjugend zugute kam.

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