19. Januar 2026, 13:00 Uhr

Heuchelheim

100 Jahre Turnhalle Heuchelheim

300 Besucher und Besucherinnen feierten das Jubiläum „100 Jahre Turnhalle – das Jahrhundertwerk eines Turnvereins“ in Heuchelheim.
19. Januar 2026, 13:00 Uhr
Turnhallen-Bereichsleiter Frank Hoffmann, Sportkreisvorsitzender Prof. Dr. Heinz Zielinski, TSF-Vorsitzender Holger Schmidt, Bürgermeister Lars Burkhard Steinz und erster Kreisbeigeordneter Christopher Lipp (v.l.) stehen im „Geburtstagskind“ in Heuchelheim. Foto: Berger

In seiner Begrüßung beim Fest-Frühschoppen zitierte Holger Schmidt, Vorsitzender der Turn- und Sportfreunde Heuchelheim, die Inschrift an der Südseite der Halle: „Erst war der Wille, dann die Tat – ein jeder half, ein jeder gab. So steht dieser Bau jetzt frei, der edlen deutschen Turnerei“. Diese fasse in wenigen Worten zusammen, was in Heuchelheim möglich sei, wenn Menschen zusammenstehen. Die Turnhalle sei aus der Gemeinschaft heraus entstanden und bis heute ein zentraler Ort für Sport, Begegnung und Zusammenhalt. Schmidt erinnerte an die schwierigen Bedingungen der Bauzeit in den 1920er-Jahren. Ohne Zuschüsse, aber mit großem ehrenamtlichem Einsatz sei die Halle entstanden. „Ein jeder half, ein jeder gab“ sei keine Floskel gewesen, sondern gelebte Wirklichkeit.

Ausstellung und Darbietungen

Eine Ausstellung im Saal zeigte Dokumente und Bilder zur Geschichte des Gebäudes, darunter das umfangreiche Einweihungsprogramm vom 9. Januar 1926. Sportkreisvorsitzender Prof. Dr. Heinz Zielinski lobte das Engagement des Vereins und hob hervor, wie bemerkenswert kurz die Zeit zwischen der Bauentscheidung und der Einweihung gewesen sei. Bürgermeister Lars Burkhard Steinz sprach von einem Feiertag für Heuchelheim und erinnerte daran, dass die 1920er-Jahre von wirtschaftlicher Not und Hyperinflation geprägt waren. Umso bemerkenswerter sei die handwerklich solide Bauweise, die es ermögliche, das Jubiläum heute zu feiern. Die Turnhalle habe sich im Lauf der Jahrzehnte von einer reinen Sportstätte zu einem Mittelpunkt des Dorflebens entwickelt. Auch die in den vergangenen Jahren vorgenommenen Sanierungen bezeichnete Steinz als sinnvoll und gut investiert.

Sportdezernent Christopher Lipp nannte das Jubiläum ein Sinnbild für die Schaffenskraft von Sport und Ehrenamt und dankte dem Verein auch für die Bereitstellung der Halle für den Schul­sport. Für den musikalischen Rahmen sorgten die Kirbachtaler. Sportliche Vorführungen zeigten die beiden Jazztanzgruppen Temptation und Patchwork, deren Darbietungen eigens auf das Jubiläum abgestimmt waren. Auch die Gruppe Heinrich hatte ihr Programm auf das Hallenjubiläum zugeschnitten und griff in ihren Liedern Renovierung, Sport und Festveranstaltungen auf.

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