Gießen

Betreuungssicherheit für die Grundschulkinder

Vor zwei Jahren hat der Landkreis Gießen als eine von sechs Pilotregionen Hessens angefangen, den »Pakt für den Nachmittag« umzusetzen.
11. Oktober 2017, 16:21 Uhr
Zu Beginn des Schuljahrs haben die Beteiligten von Landkreis, Schulamt, Schulen und Anstellungsträgern die Kooperationsvereinbarung zum »Pakt für den Nachmittag« unterzeichnet. Foto: Landkreis Gießen

Zum Beginn des neuen Schuljahrs wurde eine Kooperationsvereinbarung mit den 30 beteiligten Schulen und den Anstellungsträgern des Betreuungspersonals geschlossen, die die Arbeitsstrukturen für die weitere Durchführung und Weiterentwicklung des Pakts festschreibt.

Die Vereinbarung regelt die Aufgaben, Rechte und Pflichten der Beteiligten im Rahmen des Kooperationsvertrags des Landkreises mit dem Land Hessen. »Als Pilotregion hatten wir einen Schnellstart mit 20 Schulen, mittlerweile bieten 30 Schulen eine verlässliche Nachmittagsbetreuung an«, erklärt Schuldezernentin Dr. Christiane Schmahl. Der Rahmen war vorhanden, aber die Strukturen mussten schnell aufgebaut werden und es blieb keine Zeit, alles vorher im Detail zu regeln. Nach einem langen Weg und vielen Vorarbeiten seitens aller Beteiligten und des Staatlichen Schulamts »sind wir nun so weit, dass vernünftige Regelungen für alle getroffen werden können«, sagt die Schuldezernentin.

»Es war ein Mammutprojekt und es bleibt weiterhin viel zu tun. Aber nun können wir einen verlässlichen Bildungs- und Betreuungsrahmen für die meisten Grundschulkinder im Landkreis Gießen garantieren«, erläutert Christiane Schmahl.

»Schule, Schulträger und Anstellungsträger steuern gemeinsam die inhaltliche, qualitative und organisatorische Verbindung des Unterrichts mit den übrigen Angeboten«, ergänzt Volker Karger vom Staatlichen Schulamt Gießen. Die pädagogische Gesamtverantwortung für die Entwicklung und Durchführung liegt bei den Schulleitungen. Für das Betreuungspersonal an den meisten Schulen ist die Zaug gGmbH Anstellungsträger, an der Burgschule in Großen-Linden die AWO und an der Schule am Eulenturm in Allendorf/Lumda der Betreuungsverein.

Langfristiges Ziel ist es, den Unterricht am Vormittag und die Betreuung am Nachmittag zu einem pädagogischen Gesamtkonzept zu verzahnen. Dafür arbeiten multiprofessionelle Teams aus Lehrerinnen, Lehrern und Betreuungskräften an den Schulen zusammen.

Der »Pakt für den Nachmittag« soll es Eltern erleichtern, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren und gleichzeitig zu mehr Bildungsgerechtigkeit beitragen.

Die Eltern können wählen, ob ihr Kind in der Regel montags bis freitags von 7.30 bis 14.30 Uhr beziehungsweise 15 Uhr oder sogar bis 16.30 Uhr beziehungsweise 17 Uhr betreut wird (an einzelnen Schulen sogar ab 7 Uhr beziehungsweise bis 18 Uhr). Eine Ferienbetreuung ist sechs Wochen lang gewährleistet, aufgeteilt auf Herbst-, Weihnachts-, Oster- und Sommerferien. Über das individuelle Betreuungsangebot vor Ort informiert die jeweilige Schule.

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