Marburg

Solidarität mit Bundeswehr-Soldaten zeigen

Das Wappen der in Stadtallendorf beheimateten Division Schnelle Kräfte (DSK) findet sich bereits im Kreishaus. Nun kam die gelbe Schleife des Fördervereins DSK hinzu.
23. August 2017, 09:58 Uhr
Die Gelbe Schleife als Zeichen der Solidarität mit den Einsatzsoldaten der Bundeswehr und ihren Familien trifft im Landkreis auf breite Zustimmung. Foto: Bundeswehr

Zwischen den Wappen der Städte und Gemeinden des Landkreises Marburg-Biedenkopf hängt das Wappen der Division. Auch die Gelbe Schleife des Fördervereins Stab DSK ist nun im Kreishaus zu finden.

Mit dem Kommandeur der DSK, Generalmajor Andreas Marlow und dem Vorsitzenden des Fördervereins, Oberstleutnant Frank Hille, enthüllte Landrätin Kirsten Fründt die Gelbe Schleife. »Als sichtbares Zeichen unserer Wertschätzung, des Respekts und der Solidarität mit den Einsatzsoldaten und ihren Familien«, sagte sie.

Als Angehörige der Parlamentsarmee Bundeswehr erhielten die derzeit knapp 3.400 Männer und Frauen im Auslandseinsatz ihre Aufträge vom Deutschen Bundestag und damit letztlich von den Bürgern selbst. Das werde »gerade bei den Diskussionen um die Auslandseinsätze leider oft übersehen«, machte Fründt deutlich: Einsätze im Auftrag des Parlaments, die den Soldaten neben einer Trennung von ihren Familien vor allem den Umgang mit schwersten Bedingungen abfordern.

Erinnerung an verunglückte Soldaten in Mali

Für die Landrätin Grund genug, die Soldaten zu unterstützen »im Einsatz und auch danach«. Sie erinnerte zugleich an die beiden Hubschrauberpiloten der Division, die Ende Juli während ihres Einsatzes in Mali ums Leben kamen.

Auch der Kommandeur der Division, Generalmajor Andreas Marlow, erinnerte an die beiden ihm unterstellten Soldaten aus Fritzlar und an die zwei niederländischen Soldaten, die im vergangenen Jahr in Mali ums Leben kamen. Mit den vier Todesopfern mache dieser Einsatz die Gefahren deutlich. Gerade deshalb sei es für die Soldatinnen und Soldaten von »besonderer Bedeutung, den Rückhalt und die Solidarität in der Bevölkerung zu spüren«, sagte Marlow, der gemeinsam mit seinem niederländischen Stellvertreter, Brigadegeneral Hans Hoogstraten, ins Kreishaus kam.

Mit der Aktion Gelbe Schleife gelinge es dem Förderverein, in der Öffentlichkeit über die Einsätze zu informieren, lobte Marlow das ehrenamtliche Engagement, das gemeinsam von Soldaten und Zivilisten getragen wird. In Mittel- und Oberhessen sei die Anzahl mit derzeit 27 Schleifen »einzigartig in Deutschland«.

Auch zivile Organisationen können sich solidarisieren

Nachdem Städte, Gemeinden und Unternehmen vor allem im Landkreis Marburg-Biedenkopf den Anfang machten, ist die Anbringung im Marburger Landratsamt die erste einer Kreisverwaltung. »Ich würde mich freuen, wenn sich dem noch viele anschließen – nicht nur Kommunen und Unternehmen, sondern auch Vereine und Institutionen der Zivilgesellschaft«, sagte Landrätin Fründt und verwies darauf, dass die Soldaten als Bürger in Uniform in die Mitte der Gesellschaft gehörten.

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