Wetzlar

Nähprojekt für geflüchtete Frauen gestartet

Im Rahmen des Projektes Frauentreff der Flüchtlingshilfe Mittelhessen haben ehrenamtliche Helferinnen eine Nähstube für geflüchtete Frauen eingerichtet.
16. Juni 2017, 12:25 Uhr
Blick in die Schneiderwerkstatt. Foto: privat

»Über das gute Netzwerk der Flüchtlingshilfe wurden Nähmaschinen, Stoffe und Nähutensilien gespendet und ein paar Maschinen auch neu gekauft«, erläutert Gila Gertz, die zusammen mit Karin Parisek die Nähstube betreut.

Die Evangelische Domgemeinde hat schnell und unkonventionell geholfen und einen Raum für die Nähstube bereitgestellt.

»Der erste Schritt zur Nähstube war die Suche nach deutschen Frauen, die fachkompetent die Näharbeiter betreuen können«, berichtet Gila Gertz. Sie waren schnell gefunden und unterstützen seitdem ehrenamtlich freitags am Vormittag von 10 bis 12 Uhr geflüchtete Frauen aus Eritrea und Syrien bei Näharbeiten. »Einige der Frauen waren schon in ihrem Heimatland Näherinnen«, so Karin Parisek. »Sie waren sehr erfreut über das Angebot und legten gleich fachmännisch los.« Andere Frauen nutzen die Nähstube, um das Nähen mit elektrischen Maschinen zu erlernen.

Kenntnisse zum Teil schon vorhanden

Dr. Ingrid Knell, die das Nähprojekt ebenfalls unterstützt, hat gleich für einen ersten Auftrag, Sitzkissen für das Kloster Altenberg, gesorgt. Für die geflüchteten Frauen bedeutet die Nähstube zum einen mit anderen, und besonders auch deutschen Frauen zusammenzukommen und ihr Deutsch zu verbessern. Zum anderen wollen sie etwas arbeiten und nutzen dieses Angebot regelmäßig.

»Es macht allen Seiten Freude«, berichtet Gila Gertz, »unser Ziel ist es, mit der Zeit die Arbeiten zu verfeinern und Sachen herzustellen, die dann auf Basaren oder anderen Gelegenheiten angeboten werden können.« Die Frauen können auch für ihren eigenen Bedarf und für ihre Kinder Kleidungsstücke herstellen.

Ehrenamtliches Engagement

»Wir freuen uns weiterhin auch noch über Unterstützung, so durch ehrenamtliche deutsche Näherinnen sowie Stoffe, Nähutensilien, funktionsfähige Maschinen oder Spenden, mit denen neue Maschinen angeschafft werden können«, sagt Karin Parisek. Es sei aber auch immer noch Platz für weitere Flüchtlingsfrauen. (rvg)

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